| Artenteil |
| Varanus
panoptes STORR 1980 (Arguswaran) |
| Unterarten: |
V.
p. panoptes STORR 1980
V. p. horni BÖHME 1988
V. p. rubidus STORR 1980 |
 Varanus
panoptes ist ein Vertreter der Untergattung Varanus. Wie bereits
bei V. gouldii erwähnt, wurde der Status dieser Art von BÖHME
(1991a) überarbeitet und neu geordnet.
Das Hauptunterscheidungsmerkmal zu V. gouldii dürfte das Vorhandensein
von ausgeprägten hellen und dunklen runden Flecken auf dem Rücken
sein, die in Querreihen angeordnet sind. Auch der bis zur Spitze gebänderte
Schwanz unterscheidet V. panoptes von V. gouldii. Die
Unterart V. p. rubidus jedoch zeigt auch eine einfarbig gelbe Schwanzspitze.
Alle Vertreter dieser Art werden recht gross und erreichen eine Gesamtlänge
von 160 cm, wobei die Weibchen von V. p. panoptes deutlich kleiner
bleiben sollen als die Männchen (SHINE 1986).
Ob dies auch auf die anderen Unterarten zutrifft, wurde noch nicht beschrieben. |
| Verbreitung,
Lebensraum und Lebensweise |
 Varanus
p. panoptes ist im nördlichen Australien beheimatet. Die Verbreitung
erstreckt sich im Westen von den Kimberleys über das Top End im Northern
Territory bis zur Westseite der Cape York Halbinsel im Osten (STORR
1980, STORR et.al. 1983b, WILSON
& KNOWLES 1988, HOSER 1989,
COGGER 1992, EHMANNN 1992).
IRWIN et al. (1996) beobachteten zwei Tiere, die während
der Dunkelheit (19.30 Uhr) auf der Strasse herum liefen. Beide Warane schienen
zu dieser Zeit auf der Suche nach Nahrung zu sein.
Die Verbreitung von Varanus p. rubidus erstreckt sich auf das Gebiet
südlich von Broome über die Pilbara bis nach Kalbarri in West
Australien. Das östlichste Vorkommen dürfte die Grosse Victoria
Wüste im Zentrum von West Australien sein (STORR
1980, STORR et.al. 1983b, COGGER
1992).
Varanus p. horni ist im Süden von Neu-Guinea anzutreffen (BÖHME
1988b, 1991a).
Auf dem australischen Kontinent kommen V. p. panoptes und V.
p. rubidus sympatrisch mit V. gouldii vor (STORR
1980, STORR et.al. 1983b, WILSON &
KNOWLES 1988, HOSER 1989, COGGER
1992, EHMANN 1992). |
| Pflege
und Zucht |
|
Wie
bereits bei der Haltung von V. gouldii erwähnt, benötigen
diese Tiere ein möglichst grosses Terrarium. Bei V. panoptes
kann man ein Wasserbecken in das Terrarium integrieren. Ihnen scheint es
nichts auszumachen, längere Zeit im Wasser zu liegen. Ein Befall mit
Hautpilz, wie das bei V. gouldii häufig geschieht, ist mir
bisher nicht bekannt. Dies hängt sicher damit zusammen, dass das Habitat
von V. panoptes, sehr viel feuchter als das von V. gouldii
ist.
Da sie auch Paarweise gehalten nicht immer verträglich sind, sei es
aus Futterneid oder aus sexuellem Trieb, ist es von Vorteil, die Tiere einzeln
zu pflegen. Als Futter bieten wir ihnen alles, was sie bewältigen können,
von Wanderheuschrecken über Schaben, Mäuse bis zu kleinen Ratten.
Die Nachzucht im Terrarium von V. p. panoptes und V. p. horni
ist in den letzten Jahren mehrfach geglückt. HANINGER-BERLIN
(1993) gibt eine sehr detailierte Beschreibung der Auslösefaktoren
zur erfolgreichen Zucht. Er trennt die Geschlechter fast das gesamte Jahr.
Eine Ruhephase über drei Monate bei 16 - 18°C fördert die
sexuelle Synchronisation der Tiere. 14 Tage nach dem Winterschlaf wurden
die Tiere zusammen gesetzt und es kam zu spontanen Paarungen. Die Eier wurden
etwa 5 Wochen nach diesen Paarungen abgelegt. Die Inkubationszeit betrug
210-293 Tage bei einer Temperatur von 26-28,5 °C. Die Zeitigung erfolgte
in feuchtem Vermiculite. Die Jungwarane massen beim Schlupf ca. 30 cm Gesamtlänge
bei einem Gewicht von 27 g. |
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