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V. yemenensis
courtesy of F. Hulbert |
BÖHME,
JOGER & SCHÄTTI beschrieben
1989 Varanus yemenensis, nachdem der Erstautor bei einer Naturdokumentation
aus dem Jemen durch Zufall einen Waran sah. Da bisher aus dem Jemen noch
keine Nachweise von Waranen vorlagen, wurden dort einige Tiere gefangen
und im Museum Alexander Koenig in Bonn beschrieben. Diese Waranart gehört
zur Untergattung Polydaedalus.
Die Gesamtlänge dieser Waranart wird mit bis zu 120 cm angegeben (GASPERETTI in BÖHME et al. 1989, SCHÄTTI&
GASPERETTI 1994). Die Tiere habe einen massigen Körper.
Etwa 55 % der Gesamtlänge entfallen auf den Schwanz. Dieser ist stark
seitlich zusammen gepresst und trägt einen Doppelkiel auf der Oberseite.
Die Grundfarbe bei ausgewachsenen Tieren ist ein dunkles Braun mit mässig
sichtbaren dunklen Querbändern. Auf dem Schwanz sind sie am deutlichsten
zu erkennen. Auf dem letzten Drittel des Schwanzes geht die Farbe in ein
schmutziges Gelb über. Als typisches Unterscheidungsmerkmal zu Varanus
exanthematicus, einem nahen Vertreter der Untergattung Polydaedalus, ist
das gelbe Querband auf der Schnauze genau vor den Augen. Das schlitzförmige
Nasenloch befindet sich deutlich näher bei den Augen als zur Schnauzenspitze.
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Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise |

Varanus
yemenensis bewohnt die Ränder der Tihama Berge im Südwesten
der Arabischen Halbinsel. Dort sind die Tiere vornehmlich zwischen 300 und
1800 m anzutreffen. Basaltfelsen, gelegentlich bewachsen mit Euphorbien,
bilden die Landschaft. Gelegentlich kann man V. yemenensis auch
auf angebauten Feldern, die von dichtem Buschwerk begrenzt werden, finden
(SCHÄTTI& FORTINA 1987,
BÖHME et al. 1989). Im Küstengebiet wurden
bisher noch keine Tiere nachgewiesen.
Die Terra typica besteht aus einer Dornbusch-Savanne und Trockenwald. Dort
herrschen das ganze Jahr über warme Temperaturen, mit Regenfällen
in den späten Sommermonaten August und September.
V. yemenensis ist ein bodenbewohneder Waran, der aber auch gelegentlich
auf Bäume klettern kann. Schutz suchen die Tiere in selbstgegrabenen
Höhlen, zwischen Steinen und in hohlen Baumstämmen.
Sehr oft sind die Tiere in der Nähe von Wasser anzutreffen. Als Hauptnahrung
dienen Käfer und Schnecken der Gattung Passamella (Euryptyxis) candida,
die man bei der Untersuchung von Exkrementen wildlebender Warane nachgewiesen
hat.
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Pflege und Zucht |
Diese
Tiere benötigen ein möglichst grosses Terrarium. Die Einrichtung
sollte robust sein. Bei den Felsaufbauten muss darauf geachtet werden, dass
sie möglichst nicht durch die Aktivitäten der Tiere zum Einsturz
gebracht werden kann, und dann eventuell ein Tiere verletzen kann. Ein grösseres
Wasserbecken sollte auch immer vorhanden sein, da diese Waranart auch in
der Natur fast immer in der Nähe von Wasseransammlungen angetroffen
wurde.
Als Futter bieten wir Mäuse, Kücken, Fische, Grillen, Heuschrecken
und Schaben an.
Über eine erfolgreiche Nachzucht ist bisher noch kein Bericht veröffentlicht
worden.
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