Artenteil
Varanus ornatus DAUDIN 1803 (Gefleckter Nilwaran)
Der Gefleckte Nilwaran gehört wie der Nilwaran zur Untergattung Polydaedalus. Grundfarbe des Rückens ist ein Graubraun bis Dunkeloliv. 5 Querreihen mit gelbe Ozellen sind auf dem Rücken angeordnet (MERTENS 1942d). Das Nasenloch ist oval und steht näher zum Auge als zur Schnauzenspitze gelegen. 128 – 165 Schuppenreihen sind um die Körpermitte angeordnet. Die Tiere erreichen im Mittel eine GL von 150 cm bei einer KRL von ca. 50 cm. Das bisher grösste Tier hatte eine GL von 242 cm bei einer KRL von 98 cm (HAAKE & GROVES 1995). Die Tiere sind sehr stark ans Wasser gebunden.
Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise
auf das Bild klicken um die Karte zu vergrössernDie Art V. ornatus ist weit verbreitet im tropischen Regenwald Afrikas. Trotzdem sind bisher nur inselförmige Vorkommen entlang der Westküste Afrikas bekannt (MERTENS 1942d, LENZ 1995, BÖHME & ZIEGLER 1997 a). Belegte Funde existieren aus Sierra Leone, Liberia, Guinea, Ghana, Nigeria, Kamerun, Äquatorial Guinea (eingeschlossen die Insel Bioko), Gabun, von der Zentral-Afrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo (Kivu Provinz).
In diesem Verbreitungsgebiet bewohnt V. ornatus hauptsächlich den Tiefland-regenwald. Aber auch in der Nähe von menschlichen Ansiedlungen, in Mangrove-Gebieten von Flussmündungen und an savannenähnlichen Waldrändern konnte diese Art beobachtet werden (SCHMITZ et al. 2000, ANGELICI & LUISELLI 1999). In Bergregionen gehen die Tiere bis auf Höhen von 1200 m (HERRMANN et al. 1999).
Das Vorkommen von V. ornatus ist immer sehr stark an das Vorkommen von Flussläufen gebunden. Obwohl die Tiere vornehmlich am Boden leben, sind sie aber auch sehr gute Schwimmer und Kletterer.
Bei Mageninhaltsuntersuchungen in Südost Nigeria konnten Krabben, Reptilien und Jungtiere von Krokodilen (Osteolaemus tetraspis) nachgewiesen werden (ANGELICI & LUISELLI 1999).
Pflege und Zucht
Die Nachzucht in menschlicher Obhut von V. ornatus ist bisher noch nicht veröffentlicht worden. Da diese Art aber sehr nah mit V,. niloticus verwand ist, sollten die Vorgaben an Terrariengrösse und –einrichtung nicht sehr unterschiedlich sein. Ein grösseres Wasserbecken sollte Bestandteil der Einrichtung sein, zusammen mit stabilen Ästen.
Als Futter kann man Mäuse, Kücken, Fisch, Krabben und grosse Insekten anbieten.
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