Varanus
exanthematicus bewohnt in einem schmalen Streifen die sandig-lehmigen
Grassteppen und offenen Wälder südlich der Sahara. Nachgewiesen
wurde diese Art in Benin, Burkina Faso, Kamerun, Zentral Afrikanische Republik,
Tschad, Kongo, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste,
Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Sudan,
Togo und Zaire. Dort kommt V. exanthematicus sympatrisch mit V.
niloticus vor. Er ist häufig in der Nähe von permanenten
Wasserläufen zu finden, kann aber auch in Gebieten angetroffen werden,
wo Oberflächenwasser nicht immer erreichbar ist (MERTENS
1942d, LUXMOORE et al. 1988, RÖDER
& HORN 1994, BENNETT 2000a,
b, c). Aus Regenwaldgebieten sind bisher keine Tiere bekannt geworden.
V. exanthematicus hat keine Vorliebe für eine bestimmte Art
von Unterschlupf. Wenn Bäume vorhanden sind, werden Baumhöhlen
genauso angenommen wie Bodenhöhlen. Steppenwarane sind auch schon in
Termitenbauten gefunden worden.
Als Nahrung werden hauptsächlich Gliederfüsser und Schnecken verzehrt.
Schnecken, Hundertfüsser, Käfer und deren Larven, Skorpione, Amphibien
und Agameneier, wurden bei Mageninhaltsuntersuchungen nachgewiesen (BENNETT
2000a, CISSÉ 1972). |
Die
Zucht von Varanus exanthematicus im Terrarium ist schon mehrfach gelungen
(BAYLESS & REYNOLDS 1992,
RHEINSHAGEN 1993, BAYLESS 1994,
RÖDER & HORN 1994).
Der Paarung geht eine Balz voraus, die von ruckartigen Kopfbewegungen des
Männchens und Bissen in die Vorderextremitäten des Weibchens gekennzeichnet
ist. Etwa vier Wochen nach der Paarung werden die mit 16 - 53 Eiern recht
grossen Gelege abgelegt. Bei einer Inkubationstemperatur zwischen 29 und
30°C schlüpfen die Jungtiere nach 152 - 184 Tagen. Sie messen dann
etwa 70 mm KRL bei einer GL von 130 mm und wiegen durchschnittlich 20 g.
RHEINSHAGEN (1993) berichtet, dass die Nachzuchttiere
nach sechs Wochen nestjunge Mäuse zu sich nehmen. Die jungen Warane
wuchsen rasch heran und erreichten nach einem Jahr eine Gesamtlänge
von 40-50 cm (Männchen) bzw. 25-30 cm (Weibchen). |