Polydaedalus
Varanus albigularis (DAUDIN 1802)
Weisskehlwaran
 
Unterarten: V. a. albigularis (DAUDIN 1802)
V. a. angolensis SCHMIDT 1933
V. a. microstictus BOETTGER 1893
albigularis
V. albigularis albigularis
zur Verfügung gestellt von R. Stein

albigularisVaranus albigularis mit seinen Unterarten ist ein Vertreter aus der Untergattung Polydaedalus. Er kann eine Gesamtlänge (GL) über 200 cm erreichen. Als Durchschnittslänge kann aber 150 cm angenommen werden (AUERBACH 1985). Die Färbung des Rückens ist ein dunkles Graubraun, das von Querreihen heller bis gelbliche Ozellen, die einen dunklen Rand haben können, unterbrochen wird. Die Schuppen sind klein und glatt, nur auf dem Nacken sind sie konisch ausgebildet. 137 - 167 Schuppen sind um die Körpermitte angeordnet. Der massige Kopf ist kürzer und breiter als bei V. exanthematicus. Das Nasenloch ist länglich und steht sehr dicht beim Auge. Der Schwanz ist etwa 1 bis 1,2 mal so lang wie die KRL. Erwachsene Männchen können ein Gewicht von 15 bis 16 kg erreichen.


Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise

albigularis

Die Verbreitung von V. albigularis mit seinen Unterarten erstreckt sich auf das südliche und östliche Afrika von Namibia im Westen über das südliche Zentrum bis nach Äthiopien im Osten.
Die Nominatform kommt in Namibia und Südafrika vor, im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis nach Simbabwe, im Norden bis nach Mosambique (MERTENS 1942d).
V. a. angolensis ist im Nordwesten Angolas und im Süden von Zaire zu finden (MERTENS 1942d).
Das Vorkommen von V. a. microstictus erstreckt sich auf das östliche Afrika vom südlichen Sudan und Äthiopien bis nach Simbabwe und Mosambique im Süden (BRANCH 1988).
Gewöhnlich is V. albigularis als Bodenbewohner beschrieben, aber gelegentlich kann man diese Tiere auch auf Bäumen antreffen. Dieses Verhalten wurde vermehrt beobachtet, weil die Tiere sich vor Nachstellungen durch Feinde in Sicherheit gebracht haben. Gleichzeitig werden Bäume auch als Ruhestätte während der Nacht aufgesucht (BRANCH 1988).
Obwohl V. albigularis eher zu den grösseren und plumperen Vertretern der Waranfamilie gerechnet werden muss, wurden einzelne Vertreter dabei beobachtet, dass sie Futter auch auf Bäumen gejagt und gefangen haben.
Als Futter wird alles angenommen, was von dem Waran überwältigt werden kann. Die bevorzugte Nahrung besteht aus Schlangen (PHILLIPS & ALBERTS 1992), dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um hochgiftige Kobras (Naja nigricollis, N. haje) und Puffottern (Bitis arietans, B. caudalis) handelt, oder ob es sich um ungiftige Grassnattern der Gattung Psammophis handelt. Nur Felsenpytons (Python sebae) scheinen nicht zum Nahrungsspektrum zu gehören.
Während der Regenzeit, wenn Wirbeltiere schlecht erbeutet werden können, frisst V. albigularis Schnecken, Hundertfüsser, Heuschrecken und Käfer (BRANCH 1988, PHILLIPS 1995).
Gelegentlich werden aber auch Eier und Küken von boden- oder baumbrütendenden Vögeln gefressen.


Pflege und Zucht
Über die Zucht ist bisher schon häufiger berichtet worden (VISSER 1981, BAYLESS & REYNOLDS 1992, BAYLESS 1994). Dabei handelt es sich ausschliesslich um Tiere der Nominatform. Bis zu 65 Eier können pro Gelege abgelegt werden. Bei Inkubationstemperaturen zwischen 27 und 31°C schlüpften die Jungtiere nach 116 - 180 Tagen.
   
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