| Artenteil |
| Varanus
semiremex (PETERS 1869) (Rostkopfwaran) |
Varanus
semiremex gehört zur Untergattung Odatria. Die Zeichnung
der Oberseite ist graubraun mit zahlreichen verstreuten schwärzlichen
Flecken und Punkten, die ein zartes Netzmuster auf dem Rücken bilden.
Die Färbung der Unterseite ist weiss oder cremefarben. Die Kopfschuppen
sind klein, unregelmässig und glatt. Das Nasenloch steht seitlich,
es ist geringfügig näher zur Schnauzenspitze als zum Auge gelegen.
85 - 105 Schuppenreihen sind um die Körpermitte angeordnet. Der Schwanz
ist an der Basis rund im Querschnitt. Die hinteren zwei Drittel sind leicht,
aber deutlich sichtbar, seitlich zusammen gedrückt, ein Kiel ist zu
erkennen. Seine Länge beträgt ungefähr das 1,6-fache der
KRL. Die GL erreicht 60 cm. |
| Verbreitung,
Lebensraum und Lebensweise |
V.
semiremex ist ausschliesslich an der Ostküste von Queensland beheimatet
(MERTENS 1942d, 1958, KEAST
1959, WORRELL 1966, BUSTARD
1968, SWANSON 1976, STORR 1980,
STORR et al. 1983b, WILSON &
KNOWLES 1988, HOSER 1989, COGGER
1992, EHMANN 1992). MERTENS
(1961) beschrieb V. semiremex nach einem Exemplar, das in der Nähe
des Ord Rivers in West-Australien gefangen wurde. Es wurde aber nie ein
zweites Exemplar dieser Species dort gefangen. Man kann deshalb davon ausgehen,
dass der Rostkopfwaran nicht ausserhalb von Queenslands vorbreitet ist.
Er ist an der Küste und den angrenzeden Flusssystemen des östlichen
und nördlichen Queensland anzutreffen. Dort bewohnt er gewöhnlich
hohle Äste von Mangroven entlang des Brackwassergürtels. Er wurde
aber auch in der Vegetation entlang von Frischwasser-Flüssen und Sümpfen
gefunden.
Sein Futter setzt sich aus den unterschiedlichsten Beutetieren zusammen.
Fische, Frösche und Insekten bilden die Nahrungsgrundlage (JAMES
et al. 1992). Seine bevorzugten Beutetiere aber bilden Krabben, die er in
den Mangroven erbeutet. Eine Besonderheit ermöglicht ihm die Nutzung
dieses speziellen Futters. In der Nasengegend sitzen Drüsen, die das
Salz ausscheiden, das mit der Nahrung aufgenommen wird (DUNSON
1974). |
| Pflege
und Zucht |
Die
Pflege von Varanus semiremex im Terrarium ist schon einige Male
beschrieben worden (POLLECK 1982a, PETERS
1968, 1969c). Man pflegt sie einem Terrarium mit grossen Wasserteil (s.
V. mertensi). Einige hohle Äste geben den Tieren die Möglichkeit,
sich zu verstecken. Als Futter können wir ihnen Fische, Krabben und
grosse Insekten anbieten.
Über eine Nachzucht von Varanus semiremex im Terrarium ist noch nichts
bekannt. |
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