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V. primordius
Adelaide River, NT
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V. primordius
Adelaide River, NT |
Varanus
primordius gehört zur Untergattung Odatria. Mir einer
Gesamtlänge von 30 cm und bei einer KRL von 13 cm gehört diese
Art zu den Zwergen unter den Waranen. MERTENS (1942d,
1963) beschrieb diese Art als Unterart von V. acanthurus. STORR (1980) erhob diese Unterart nach seinen taxonomischen Untersuchungen in
Artstatus. V. primordius erinnert in seinem Habitus sehr stark
an V. storri, mit dem er wohl auch die Lebensweise gemein hat.
Einige Merkmale in der Pholidose unterscheiden V. primordius aber
deutlich von V. storri. Seine Grundfarbe auf der Oberseite ist
blass bis dunkel rötlichbraun mit zahlreichen verstreuten dunkelbraunen
bis schwarzen Schuppen, die gelegentlich ein Netzmuster bilden. Ein undeutlicher
dunkler Temporalstreifen ist vorhanden. Der Hals ist seitlich und auf der
Unterseite weiss oder cremefarben. Die Kopfschuppen sind klein, unregelmässig
und glatt. Das Nasenloch steht seitlich und ist geringfügig näher
zur Schnauzenspitze gelegen als zum Auge. Weniger als 70 Schuppenreihen
sind um die Körpermitte angeordnet. Der Schwanz ist im Querschnitt
rund, ohne jedes Vorhandensien eines Kiels. Seine Länge ist etwa 1,4
mal so lang wie die KRL. Die Schuppen sind stark gekielt, jeder Kiel endet
in einem kurzen, aber deutlich sichtbaren Stachel. V. primordius kann eine GL bis 30 cm erreichen.
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Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise |

Die
Verbreitung von Varanus primordius beschränkt sich auf den
Norden des Northern Territory in Australien. Er bewohnt dort steiniges Gelände,
wo er in Spalten und unter grösseren Steinen seine Verstecke hat. Mit
seinem mässig stacheligen Schwanz vermag er sich in diesen Spalten
so zu verkeilen, dass eventuelle Beutegreifer wenig Chancen haben, ihn dort
herauszuziehen (MERTENS 1942d, 1958, KEAST 1959, WORRELL 1966, BUSTARD,
1968, SWANSON 1976, STORR 1980,
STORR et al. 1983b, WILSON &
KNOWLES 1988, HOSER 1989, COGGER 1992, EHMANN 1992).
Als Nahrung dienen V. primordius kleine Insekten, Spinnen, Asseln
und gelegentlich auch kleine Geckos oder Skinke (JAMES et al. 1991).
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Pflege
und Zucht |
Im
Territory Wildlife Park, südlich von Darwin (Australien), wird eine
Gruppe von drei Tieren gepflegt (HUSBAND, pers. Mitt.).
Das Terrarium hat einen Bodengrund aus Sand, auf dem mehrere Steine den
Waranen die Möglichkeit geben, sich darunter zu verstecken. Die Tiere
sind, ähnlich wie V. storri, untereinander nicht besonders
gut verträglich. Man sollte sie deshalb auch möglichst getrennt
halten und nur zur Zucht ein Paar vergesellschaften. Die Tiere stellen ansonsten
keine besonderen Anforderungen an die Einrichtung ihres Terrariums. Als
Futter kann man ihnen alles anbieten, was sie zu überwältigen
in der Lage sind (Heimchen, Grillen und Wanderheuschrecken). Auch eine Schüssel
mit sauberem Wasser sollte immer angeboten werden.
Mehrere Nachzuchtn von Varanus primordius im Terrarium wurden erst
in jüngster Vergangenheit veröffentlicht. HUSBAND (2001a, b) berichtet, dass diese Waranart im Territory Wildlife Park und
in der privaten Haltung mehrere Gelege mit insgesamt 20 Eiern abgelegt haben,
und nach einer Inkubationszeit von 87 - 120 Tagen bei einer Temperatur von
28,5 – 30,5°C schlüpften 13 Jungtiere. Die KRL dieser Schlüpflinge
schwankte zwischen 41 und 50 mm, die Schwanzlänge betrug zwischen 49
und 66 mm. Die Jungtiere hatten eine Masse zwischen 1,0 und 2,3 g. Nach
2 – 3 Tagen nahmen sie problemlos Grillen an. |