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Varanus
caudolineatus ist ein Vertreter der Untergattung Odatria.
Die Färbung der Oberseite ist graubraun, mit zahlreichen unregelmässig
verteilten dunkelbraunen Flecken auf Kopf und Körper. Die Zeichnung
des Schwanzes ist grau mit dunkelbraunen Flecken an der Basis, die in dunkelbraune
Längsstreifen auf dem Schwanzende übergehen. Ein dunkelbrauner
Temporalstreifen ist vorhanden. Die Unterseite ist cremeweiss mit gelegentlichen
dunkelbraunen Flecken. Die Kopfschuppen sind klein und glatt. 80 - 110 Schuppenreihen
sind um die Körpermitte angelegt. Das Nasenloch steht seitlich, es
liegt etwa in der Mitte zwischen Schnauzenspitze und Auge. Der Schwanz ist
mehr oder weniger rund im Querschnitt ohne einen Kiel auf der Oberseite.
Die Länge beträgt ungefähr 1,5 mal die KRL. Die Schwanzschuppen
sind stark gekielt, leicht stachelig. Die GL beträgt bis etwa 30 cm.
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Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise |

Die
Verbreitung dieser Waranart beschränkt sich auf West-Australien. Dort
wohnt sie unter der Rinde von Casuarinen (Wüsteneichen) und kleinen
Sträuchern (MERTENS 1942d, 1958, KEAST 1959, WORRELL 1966, BUSTARD,
1968, SWANSON 1976, STORR 1980,
STORR et al. 1983b, WILSON &
KNOWLES 1988, HOSER 1989, COGGER 1992, EHMANN 1992). Auch die Pfosten der Weidezäune,
die aus Casuarinenstämmen bestehen, werden von diesen Tieren besiedelt.
Einige Warane sind auf diese Weise schon bis nach Esperance an der Südküste
von Australien verschleppt worden, die eigentlich nicht zu ihrem angestammten
Verbreitungsgebiet gehören (BUSH 1987). Unter
der Rinde dieser Büsche und Bäume ernähren sie sich hauptsächlich
von Insekten, Spinnen und „nachwachsenden Rohstoffen“ in Form
von Geckoschwänzen (STEIN pers. Mitt.).
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Pflege
und Zucht |
Man
bietet den Tieren ein Terrarium für Baumbewohner. Dabei kann eine Grösse
von 40 x 30 x 50 cm LBH für ein Paar als ausreichend angesehen werden.
Versteckmöglichkeiten an und in Ästen oder unter Rinde werden
bevorzugt angenommen. Durch die Verkleidung der Rück- und Seitenwände
mit Korkplatten können die Aktionsflächen vergrössert werden.
Man muss nur darauf achten, diese Dekorationen so anzubringen, dass die
Tiere keine Möglichkeit finden, sich dahinter zu verstecken, da sonst
eine Kontrolle schlecht möglich ist.
Über eine erfolgreiche Nachzucht im Terrarium ist bisher noch nichts
bekannt. SMITH (1988) berichtet von einem schwangeren
Weibchen, das im Oktober 1986 gefangen wurde und am 20. November vier Eier
abgelegt hatte, die sich aber nicht entwickelten.
Eigene Erfahrungen bei der Nachzucht dieser Waranart sind bisher noch nicht veröffentlicht. Gepflegt wurden 1 Männchen und 2 Weibchen in einem Terrarium mit den Massen 50 x 50 x 65 cm LBH. Als Bodengrund wurde Sand verwendet. Mehrere Äste, eine Korkröhre und mehrere aufeinanderliegende Sperrholzplatten bildeten die Einrichtung. Außerdem war eine Eiablagebox aus Plastik mit den Massen 25 x 15 x 10 cm LBH, die mit feuchtem Sand gefüllt war im Terrarium eingebracht. Bisher wurden 27 Gelege produziert, wobei die Gelegegröße zwischen 2 und 6 Eiern betrug. Alle Eier wurden in feuchtem Vermiculit bei Temperaturen zwischen 27,5 und 29,5°C inkubiert. Bisher konnten 55 Jungtiere erbrütet werden. Die Inkubationszeit betrug zwischen 71 und 121 Tagen (Mittelwert = 96,3 Tage). Die KRL der Schlüpflinge betrug zwischen 46 und 56 mm (MW = 49 mm) und die Schwanzlänge betrug zwischen 48 und 67 mm (MW = 57 mm). Das Gewicht der Tiere betrug zwischen 1,4 und 2,6 g (MW = 1,92 g). Die Aufzucht bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Als Futter wurden kleine Grillen, die immer mit Korvimin ZVT®, einem Vitamin-/Mineralgemisch gepudert. Außerdem wurden, so verfügbar, frisch gefangene Grashüpfer angeboten. |