Odatria

Varanus baritji KING & HORNER 1987
White’s Stachelschwanzwaran

 
baritji
V. baritji
Daly River, NT
baritji
V. baritji
Katherine, NT
baritji
V. baritji
Adelaide River, NT
baritji
V. baritji
Fenton, NT
Varanus baritji ist ein mittelgrosser Bodenwaran aus der Untergattung Odatria. Der Rücken ist rötlichbraun mit unzähligen verstreut liegenden dunkelbraunen oder schwarzen Flecken, die an den Seiten dunkle Balken formen. Ein dunkler Streifen, der von zwei blassen Streifen eingerahmt wird, zieht vom Nasenloch durch das Auge über die Schläfe zur Ohröffnung. Gelegentlich zieht ein zweiter dunkler Streifen vom Mundwinkel durch die Ohröffnung bis zur Halsregion. Die Gliedmassen und der Schwanz sind auf der Oberseite braun, unterbrochen von dunkelbraunen und schmutzig weissen Flecken, auf dem Schwanz formen sie abwechselnde dunkle und blassweisse Bänder. Die Färbung der Unterseite ist weisslich bis beige mit unregelmässigen verteilten dunkelbraunen Schuppen, die Kehle ist leuchtend gelb. Die Kopfschuppen sind klein und glatt. Das Nasenloch sitzt seitlich auf der Schnauze, es ist nur wenig näher zur Schnauzenspitze als zum Auge gelegen. 80 - 112 wenig (Bauch) bis stark (Seiten) gekielte Schuppenreihen sind um die Körpermitte angeordnet. Der Schwanz ist mehr oder weniger rund bis dreieckig im Querschnitt ohne einen deutlichen Kiel, aber mit einer Doppelreihe vergrösserter, gekielter Schuppen auf der Oberseite, seitlich und auf der Oberseite des Schwanzes sind sie dreieckig mit stachelig ausgezogenen Kielen. Der Schwanz ist etwa 1,7 mal so lang wie KRL. Die GL beträgt bis etwa 70 cm.
Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise

baritji

baritjiVaranus baritji bewohnt in Australien das Top End im Northern Territory von Darwin bis Katherine, wobei felsiges Gelände bevorzugt wird. Er kommt hier vermutlich mit V. acanthurus sympatrisch vor (KING & HORNER 1987, COGGER 1992, EHMANN 1992).

 

 

 

 


Pflege und Zucht

Über die Haltung und Zucht in menschlicher Obhut berichteten BEDFORD & HUSBAND (2003). Sie pflegten die Tiere in größeren Terrarien im Freiland. Die Einrichtung bestand aus Sand als Bodengrund. Einige flache Steine und Holzplatten dienten den Tieren als Versteck. Gefüttert wurde mit den unterschiedlichsten Insekten (Schaben, Heuschrecken). 4 Eiablagen im August und September konnten beobachtet werden. Die Gelegegröße betrug zischen 5 und 9 Eiern. Bei einer Inkubationstemperatur von ca. 32°C schlüpften 15 Jungtiere. Die Inkubationsdauer betrug zwischen 103 und 110 Tagen. Die KRL der Jungwarane betrug zwischen 52 und 62 mm, die Gesamtlänge schwankte zwischen 78 bis 94,5 mm und das Gewicht betrug zwischen 3,1 und 4,2 g. Die Aufzucht bereitete keine Probleme. Zu Beginn wurden die Jungtiere mit Grillen, Schaben und kleingeschnittenem Känguruhfleisch gefüttert. Nach einiger Zeit nahmen die Warane dann nur noch größere Futterbrocken an, kleinere Insekten wurden ignoriert.

   
zurück