Odatria |
Varanus
acanthurus BOULENGER 1885 Stachelschwanzwaran |
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Bei der Unterart V. a. brachyurus ist die relative Schwanzlänge im Vergleich zu den übrigen Unterarten geringer und erreicht hier nur das etwa 1,5fache der KRL.
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Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise |
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Pflege
und Zucht |
Varanus
acanthurus ist der in Deutschland am häufigsten geflegte Waran.
Er ist ein typischer Vertreter der bodenbewohnenden Warane aus den Trockengebieten
Australiens. Aus diesem Grund halten wir die Tiere paarweise in einem Terrarium,
das eine möglichst grosse Grundfläche aufweist. Die Höhe
des Behälters ist bei diesen Tieren von untergeordneter Bedeutung.
Sie sollte aber so bemessen sein, dass die Tiere auch ein wenig klettern
können. Dies kann man mit der Rück- und Seitenwandgestaltung in
Terrassenform gut ermöglichen. Als Bodengrund empfiehlt sich Sand,
der an einer Stelle feucht zu halten ist. Vorteilhaft ist es, den Waranen
einen Schlupfkasten mit feuchtem Substrat anzubieten. Er wird nicht nur
zur Eiablage, sondern auch als Versteck genutzt. Durch die Feuchtigkeit,
die die Tiere dort aufnehmen, werden auch die Häutungen besser erfolgen.
Das Problem, dass die Warane gerade an den Zehen in der alten Haut strecken
bleiben, und die Zehen dann absterben, kann mit dieser Einrichtung häufig
vermieden werden. Obwohl die Haltung des Stachelschwanzwarans als unkompliziert gilt, sollten
die Tiere nur paarweise gehalten werden. Auch die Vergesellschaftung von
1 Männchen mit 2 bis 3 Weibchen kann für einige Zeit komplikationslos
sein. Meine Erfahrungen haben aber gezeigt, dass während der Paarungszeit
auch Rivalitäten unter den Weibchen auftreten können. Mehrere
Männchen dürfen nie zusammen in einem Terrarium gepflegt werden.Aus oben genannten Gründen, besteht eine Zuchtgruppe meist aus einem Paar, das man das ganze Jahr zusammen pflegen kann. Es empfiehlt sich aber, gelegentlich die Geschlechter zu trennen und eventuell zu überwintern. Dabei sollte man sich an dem Jahreszeitenrhythmus orientieren. Bei Wildfängen empfiehlt es sich, den Rhythmus der Südhalbkugel beizubehalten; Nachzuchten gewöhnen sich gut an die Jahreszeiten der Nordhalbkugel. Während der Ruheperiode belässt man die Tiere man am besten in ihrem angestammten Terrarium. So können die Warane eine Ruhephase von vier bis acht Wochen einlegen. Anschliessend wecken wir die Tiere wieder auf, indem wir zuerst die Beleuchtungsdauer erhöhen. Die Temperatur wird gleichzeitig erhöht. Nach dieser Ruhephase müssen wir darauf achten, dass die Warane wieder zu fressen beginnen. Sind die Warane in Paarungsstimmung, was man daran erkennt, dass das Männchen
das Weibchen ununterbrochen züngelnd verfolgt, ist es besser, die Tiere
nicht unnötig zu stören. V. acanthurus kann sehr aggressiv
bei der Paarung sein. Achten Sie deshalb darauf, dass das Weibchen nicht
zu sehr verletzt wird. Falls dies der Fall sein sollte, trennt man die Tiere
sofort. Dass die Paarung erfolgreich verlaufen ist, kann man nach einiger
Zeit (4 Wochen) daran erkennen, wenn die Leibesfülle des Weibchens
zunimmt.Die Gelegegrösse bei V. acanthurus beträgt in den meisten Fällen zwischen 5 und 12 Eiern. RETES (pers. Mitt.) gibt Gelegegrössen bis 18 Eier an. Die Eier sind ca. 25 mm lang und haben einen Querschnitt von 13 mm. Die Masse beträgt ungefähr 3 - 4 g. Inkubiert werden die Eier in Vermiculite oder Perlite. Die Temperatur sollte zwischen 27 und 30°C liegen. Nach ungefähr 120 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die eine Gesamtlänge von 12 cm und ein Gewicht von 3,5 g haben (ERDFELDER 1984, JAUCH 1984, THISSEN 1991, 1992, 1993, WICKER 1993, EIDENMÜLLER 1994, WICK 1996). Die Aufzucht der Jungwarane sollte keine Probleme aufwerfen. Sie werden am Anfang gemeinsam im Terrarium gepflegt. Die Einrichtung ist ähnlich wie bei den Elterntieren. Als Futter bieten wir den Tieren kleine Grillen, Heimchen und Schaben an, die immer mit einem Vitamin-Mineral-Pulver gepudert werden, an. |
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