| Artenteil |
| Varanus
spinulosus MERTENS 1941 (Stachelnackenwaran) |
Varanus
spinulosus gehört zur Untergattung Euprepiosaurus. MERTENS
(1941) beschrieb diese Art als Unterart zu V. indicus. SPRACKLAND
(1992b, 1994b) erhob sie in Artstatus, da sowohl extern morphologisch, V.
spinulosus hat u.a. einen massigeren Kopf als V. indicus,
als auch in der Beschuppung starke Unterschiede festzustellen waren. Die
Schuppen sind verhältnismässig klein, MERTENS
(1941) gibt 210 Schuppen um die Körpermitte an.
Die Grundfarbe des Stachelnackenwarans ist ein sehr dunkles Olivbraun. Grosse
gelbe Flecken, die in Reihen angeordnet sind und quer über den Rücken
verlaufen, prägen das Bild von V. spinulosus. Der Schwanz
ist seitlich zusammen gepresst, aber das ist nicht so stark ausgeprägt
wie bei der Schwesternart V. indicus. Dieses Merkmal lässt
auch auf eine aquatile Lebensweise schliessen. |
| Verbreitung,
Lebensraum und Lebensweise |
Die
Verbreitung von V. spinulosus ist nur auf einige Inseln der Salomonen
beschränkt. Das Einzeltier, das SPRACKLAND (1993a,
1994b) bei seiner Beschreibung zur Verfügung stand, kommt von der Insel
Santa Jorge von den Solomonen. Auf Santa Ysabel kommt V. spinulosus
sympatrisch mit V. indicus vor.
Als Lebensraum auf Santa Ysabel werden Bergwälder angegeben. Dort sollen
die Tier als gute Kletterer sehr oft auf Bäumen angetroffen werden
(KIRSCHNER et al. 1996).
In den letzten Jahren sind mehrere Tiere in die USA eingeführt worden.
Dabei soll es sich ausschliesslich um Tiere von der Insel Santa Ysabel von
den Solomonen handeln. |
| Pflege
und Zucht |
Über
eine Haltung im Terrarium ist bisher nichts bekannt. Grosse Unterschiede
zur Haltung von V. indicus dürften sich aber nicht ergeben.
Ein grosses Wasserbecken sollte immer im Terrarium stehen. Vielleicht kann
man auch, ähnlich wie bei der Haltung von V. mertensi beschrieben,
ein Aquarium als Grundelement verwenden, auf das man dann einen Landteil
baut. Auch hier sollten einige starke Äste den Tieren das Verlassen
des Wasserteils ermöglichen und ihnen gleichzeitig als Deckung dienen.
Als Futter können wir den Tieren alle Arten von Insekten, Krabben,
Fischen und Mäuse anbieten. Diese dürften auch in der Natur die
Hauptnahrungsbestandteile darstellen.
Über eine Nachzucht im Terrarium ist bisher nichts veröffentlicht
worden. |
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