Artenteil
Varanus jobiensis AHL 1932 (Sepik Waran)
Bild von Steve Blain
Varanus jobiensis gehört, wie die vorige Art, zur Untergattung Euprepiosaurus. Er erreicht eine Gesamtlänge von 120 cm.
MERTENS (1951) beschrieb diese Waranart als V. karlschmidti, hatte aber nicht beachtet, dass diese Art von AHL (1932) bereits beschrieben worden war. BÖHME (1991) revidierte dies und führte für die Art den ursprüngliche Namen, V. jobiensis, wieder ein.
Seine ausgesprochen intensive rosarote Kehlfarbe unterscheidet ihn deutlich von anderen Vertretern des indicus-Komplexes. Auch die Form des Kopfes, der sehr schmal und lang ist, erinnert eher an V. rudicollis als an V. indicus.
Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise
auf das Bild klicken um die Karte zu vergrössernDie Verbreitung dieser Waranrt erstreckt sich auf das gesamte Neu-Guinea. Dort kommt er sympatrisch mit V. indicus in den gleichen Habitaten vor. Varanus jobiensis ist ein Bewohner wassernaher Habitate (SPRACKLAND 1995, 1997). Mit seinem seitlich zusammengedrückten Ruderschwanz kann er mühelos Flüsse und andere Gewässer durchschwimmen. Er ist dabei aber nicht so stark an Wasser gebunden wie beispielsweise der Pazifikwaran. Da er sehr scheu und das Biotop unzugänglich ist, sind kaum Freilandbeobachtungen veröffentlicht, einzig HORN (1977) gibt einige Hinweise zur Freilandbiologie.
Pflege und Zucht
Über die Pflege dieser Waranart im Terrarium gibt HORN (1977) einen sehr guten Überblick. Man bietet den Tieren ein Terrarium, in das ein mässig grosses Wasserbecken integriert wird. Da die Tiere sehr scheu sind und sich bei der kleinsten Störungen in ihre Verstecke zurückziehen, statten wir den Behälter mit einigen hohlen Baumstämmen und Wurzeln oder hohl liegenden Korkplatten aus. Als Bodengrund können wir sowohl Sand als auch Rindenmulch verwenden. Als Futter bieten wir V. jobiensis sowohl Insekten (Grillen, Schaben und Heuschrecken) als auch Mäuse an. Gelegentlich können wir auch Fische anbieten, die dann sehr gerne gefressen werden.
Bisher ist über eine erfolgreiche Nachzucht im Terrarium nichts bekannt.
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