| Artenteil |
| Varanus
finschi BÖHME, HORN &
ZIEGLER 1994 (Finschs Waran) |
Varanus
finschi ist ein Vertreter der Untergattung Euprepiosaurus.
Die Rückenzeichnung bei erwachsenen Tieren besteht aus schwarzen
Ozellen, die gelegentlich in unregelmässigen Querreihen angeordnet
sind. Die Grundfarbe ist eine dunkles Grau. Der Bauch und die Kehle sind
creme-weiss gefärbt Der Kopf ist dunkel mit zahllosen gelben Punkten.
Die Körperschuppen sind klein, 158 - 196 Schuppenreihen sind um die
Körpermitte angelegt. Der Schwanz ist seitlich zusammengedrückt
mit einem Doppelkiel auf der Oberseite. Er ist mehr oder weniger deutlich
schwarz und weiss gebändert.
Die Farbe der Zunge ist rosa (SPRACKLAND 1999).
Diese Waranart kann eine Gesamtlänge von 100 cm erreichen (BÖHME
et al. 1994, ZIEGLER et al. 1999). Die Länge
des Schwanzes erreicht etwa 1,34 – 1,66 mal die KRL.
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| Verbreitung,
Lebensraum und Lebensweise |
V.
finschi war anfänglich nur von Blanche Bay, Ralum und Massawa
in Neu Britannien bekannt (BÖHME et al. 1994).
Zusätzliche Recherchen an Museumsexemplaren ergaben aber, dass sich
das Verbreitungsgebiet dieser Art auch noch auf Neu Irland (Bismarck Archipel),
Neu-Guinea und die Cape York Halbinsel im Norden von Queensland, Australien
erstreckt (ZIEGLER et al. 1999, 2001).
Varanus finschi bewohnt unterschiedliche Biotope in neu Britannien,
z.B. Mangrove Wälder, normalen Wald, frisch geschlagene Lichtungen,
Kokosnuss-Plantagen und felsige Küsten (HEDIGER
1934). Dort wurden sie sowohl am Boden als auch auf Bäumen beobachtet.
Gelegentlich schwimmen sie auch durch Wasser, dabei spielt es keine Rolle,
ob es sich dabei um Süss- oder um Salzwasser handelt.
Bei Mageninhaltsuntersuchungen auf Neu Britannien fand HEDIGER
(1934) heraus, dass es sich dabei hauptsächlich um Krabben, Skorpione,
Heuschrecken und Käfer handelte.
Bei neueren Untersuchungen an zweifelsfreien Vertretern von V. finschi
wurden grosse Mengen an Skinken, diversen Vögeln und Insekten als Hauptnahrung
nachgewiesen (PHILIPP, ZIEGLER&
BÖHME, in Vorbereitung). |
| Pflege
und Zucht |
Da
diese Art in der Natur gelegentlich das Wasser aufzusuchen scheint, sollte
bei der Pflege von V. finschi ein Terrarium mit einem grösseren
Wasserbecken gewählt werden. Die Pflege gestaltet sich ähnlich
der Pflege von V. indicus. Auch beim Finschs Waran füttern
wir Mäuse, Fische, grosse Insekten (Wanderheuschrecken und Schaben)
und Krabben.
Bisher sind keine Berichte über die Zucht von V. finschi in
menschlicher Obhut veröffentlicht worden. |
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