Euprepiosaurus
Varanus bogerti MERTENS 1950
Bogert's Baumwaran
 

Varanus bogerti gehört zur Untergattung Euprepiosaurus. Früher wurde er als Unterart von V. prasinus geführt (MERTENS 1950), mit dem er auch nahe verwandt ist. SPRACKLAND (1991b) hat dieses Taxon aber auf Artstatus angehoben, da nicht nur durch die Farbe (V. bogerti zeigt eine schwarze Grundfarbe, V. prasinus dagegen ist grün), sondern auch in der Beschuppung Unterschiede bestehen. Auch zu V. beccarii bestehen Unterschiede in der Form der Nackenschuppen, bei V. bogerti sind sie stachelförmiger ausgebildet als bei V. beccarii. Der Artstatus erscheint nicht nur durch die sehr weit auseinanderliegenden Verbreitungsgebiete gerechtfertigt.
Die Grundfarbe ist schwarz, eine Zeichnung ist nicht vorhanden. Die Färbung der Bauchseite ist ebenfalls schwarz, bei einigen Tieren auch etwas heller grau. Die Kopfschuppen sind groß und stark konturiert. Die Schuppen auf dem Rücken und auf dem Bauch sind stark gekielt. 95-99 Schuppenreihen sind um die Körpermitte angeordnet. Das Nasenloch ist deutlich näher zur Schnauzenspitze als zum Auge gelegen. Der Schwanz ist rund im Querschnitt und im letzten Drittel greiffähig (ein Merkmal, das allen Vertretern der prasinus-Gruppe eigen ist). Seine Länge ist etwa 2 mal so lang wie die KRL. Die GL beträgt bis 85 cm.


Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise

bogerti

Die Verbreitung von V. bogerti beschränkt sich auf die Inseln des D‘Entrecasteaux-Archipels, nordöstlich von Neu-Guinea. Dort lebt er, wie alle Vertreter der prasinus-Gruppe, als Baumwaran (MERTENS 1950, SPRACKLAND 1991b, 1992a)


Pflege und Zucht

Bisher ist über die Haltung von V. bogerti in menschlicher Obhut nichts bekannt geworden. Dies hängt sicher damit zusammen, dass alle schwarzen V. prasinus bisher zur Art V. beccarii gestellt wurden, und deshalb bisher in der Literatur in Haltungs- und Nachzuchtberichten alle schwarzen Waran der prasinus-Gruppe als beccarii bezeichnet wurden. Es kann aber auch sein, dass bisher wirklich keine Tiere aus diesem Verbreitungsgebiet im Handel angeboten wurden. Es müsste eine genaue taxonomische Bestimmung der Tiere in menschlicher Obhut durchgeführt werden, um deren Artzugehörigkeit zu klären.
Da im Verbreitungsgebiet von Varanus bogerti ähnliche Lebensräume wie bei den anderen Vertretern der prasinus-Gruppe vorherrschen, pflegen wir sie unter gleichen Bedingungen wie V. prasinus und V. beccarii. Wir bieten den Tieren ein Terrarium, das für Baumbewohner konzipiert wurde, und pflegen sie darin am besten paarweise. Auch hier sollten wir die Möglichkeit vorsehen, die Tiere separieren zu können. Ein Terrarium mit einer Trennwand und zwei Schlupflöchern wird auch hier von Vorteil sein. Als Bodengrund nehmen wir Rindenmulch, das immer etwas feucht gehalten wird.
Über die Zucht in menschlicher Obhut wurde bisher noch nichts publiziert. Sie dürfte ähnlich einzuleiten sein, wie bei den anderen Vertretern der prasinus-Gruppe (s. hierzu auch Zucht von V. beccarii). Auch die Zeitigungsparameter sollten so gewählt werden.

   
zurück