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Der
Rauhnackenwaran gehört zur Untergattung Empagusia. Der Kopf
ist sehr langgestreckt, das Nasenloch ist ein waagrechter Schlitz und näher
zum Auge als zur Schnauzenspitze gelegen. Die Nackenschuppen sind sehr gross
und gekielt. Rund um die Körpermitte sind 139 - 169 Schuppenreihen
angeordnet. Der Schwanz ist seitlich zusammengedrückt und etwa 1,27
- 1,61 mal so lang wie die KRL. Auf der Oberseite bilden zwei Schuppenreihen
einen schwach ausgebildeten Kiel. Die GL kann bis 150 cm betragen.
Die Grundfarbe ist gewöhnlich Schwarz. Einige hellere Flecken auf dem
Rücken sind nur bei jüngeren Exemplaren zu erkennen, im Alter
verschwinden sie fast ganz.
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Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise |

Der
Rauhnackenwaran ist ein Baumwaran. Er bewohnt die Primär- und Sekundärwälder
von Burma, Thailand, Malaysia, Banka, Riau, Sumatra und Borneo (WERNER 1900, DE ROOIJ 1915, MERTENS 1942d, 1950, 1959, HARRISON & BOO-LIAT 1957, TAYLOR 1963). In kultivierten Gebieten wurden
bisher noch keine Tiere dieser Art beschrieben.
Das Typusexemplar wurde von den „Philippinen“ beschrieben, das
scheint aber sehr fraglich zu sein. Es ist bisher kein weiteres Exemplar
aus dieser Region nachgewiesen worden. AUFFENBERG (1988) bemerkt aber, dass es wahrscheinlich sein kann, weitere grosse Waranarten
auf den Philippinen nachweisen zu können.
V. rudicollis ist fast ausschliesslich in undurchdringlichen Primär-Regen-
und Mangrovewäldern anzutreffen (LADIGES 1939).
Gelegentlich kann diese Art in der Nähe von kleinen Küstenflüssen
beobachtet werden. Auf der malayischen Halbinsel wurden Tiere sowohl im
Primär- als auch im Sekundärwald angetroffen (BENNETT & LIM 1995, JASMI 1988).
Leider ist bisher kaum etwas über die Lebensweise in der Natur bekannt,
da diese Tiere sehr scheu sind und in fast unzugänglischen Biotopen
leben. Der bevorzugte Lebensraum sind die Bäume. Dort suchen sie Schutz
in Baumhöhlen. Einige berichte besagen, dass einige Exemplare vom Rauhnackenwaran
beobachtet wurden, wie sie am Boden nach Nahrung gesucht haben, aber bei
der kleinsten Störung umgehend auf Bäume geflüchtet sind
(WERNER 1900, BARBOUR 1921,
LADIGES 1939, LIM 1958, JASMI 1988).
AUFFENBERG (1988) bemerkt, dass diese Tiere Nahrungsspezialisten
zu sein scheinen und sich hauptsächlich von Insekten ernähren,
die auf Bäumen anzutreffen sind. In älteren Berichten wird immer
wieder erwähnt, dass V. rudicollis sich ausschliesslich von Baumameisen
und –termiten ernähren würde (MERTENS 1942a). Das ist aber vermutlich nur ein Übermittlungsfehler. Bei dieser
„Diät“ könnte ein Tier dieser Grösse vermutlich
nicht überleben.
Bei Mageninhaltsuntersuchungen wurde festgestellt, dass die Nahrung zu grossen
Teilen aus Insekten (Hundertfüsser, Laubheuschrecken), aber auch aus
Fröschen, Froscheiern, Skorpionen, Spinnen und Schnecken bestanden
hat (LOSOS & GREENE 1988).
BRANDENBURG (1983) berichtet von grossen Schaben und
Heuschrecken, die er bei der Untersuchung eines Exemplars gefunden hat.
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Pflege
und Zucht |
Der
Rauhnackenwaran wird sehr häufig in Terrarien gepflegt. Die Tiere brauchen
ein relativ grosses Terrarium, dass für einen Baumbewohner eingerichtet
wird. Da diese Tiere einen hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, sollte
man als Bodensubstrat Rindenmulch verwenden, der regelmässig befeuchtet
wird. Damit kann man die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Da die Tiere anfänglich
scheu sind, sollte man ihnen Rückzugsmöglichkeiten anbieten. Dicke
Baumstämme, hinter denen sie sich vor den Blicken verstecken können
sind sehr wichtig. Eine grössere Schale, die immer mit frischem Wasser
gefüllt ist, sollte im Terrarium auf keinen Fall fehlen.
Über die Zucht von V. rudicollis ist bisher noch kein Bericht
bekannt, einzig HORN & PETTERS (1982) berichten über die Zeitigung und Aufzucht dieses Warans. 5 Eier
eines 13 Eier umfassenden Geleges eines frisch importierten, trächtigen
Weibchens entwickelten sich und die Jungtiere schlüpften nach 180-184
Tagen. Die Inkubation erfolgte bei 28 - 30°C. Die Jungtiere massen beim
Schlupf zwischen 238 und 280 mm, das Gewicht lag zwischen 19,4 und 21,6
g. |