Empagusia
Varanus flavescens (HARDWICK & GRAY 1827)
Gelbwaran
 

flavescensVaranus flavescens gehört mit einer GL bis zu 100 cm zu den kleinsten Vertretern der Untergattung Empagusia. Sie können eine GL zwischen 70 cm und 92 cm (SARKER 1987, AUFFENBERG et al. 1989) erreichen.
Die Grundfarbe des Gelbwarans besteht aus einem gelblich Grün, das durch hellere, schwarz umrandeten Ozellen, die in Querreihen angeordnet sind, unterbrochen wird. Ein schwarzes Netzmuster kann auf dem Rücken sichtbar sein. Die Schnauze ist abgerundet, das Nasenloch ist länglich und sitzt näher zur Nasenspitze als zum Auge. 84 - 104 Schuppenreihen sind um die Körpermitte angeordnet. Der Schwanz ist seitlich zusammengepresst und hat einen deutlich sichtbaren Doppelkiel auf der Oberseite. Er kann etwa 1,2 - 1,3 mal so lang wie die KRL werden.


Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise

flavenscens

Die Verbreitung von Varanus flavescens erstreckt sich auf das Süd-Asien, südlich des Himalaya, von Bangladesh,über Nepal, Nord-Indien bis Pakistan. Dort kommen diese Warane hauptsächlich entlang des Indus, Ganges und Brahmaputra vor (SMITH 1932, MINTON 1966, AUFFENBERG et al. 1989). Der Gelbwaran wurde früher immer als Bewohner der trocken-heissen Savannen im dem Verbreitungsgebiet angesehen (MERTENS 1942d, ROTTER 1963; NEUGEBAUER in GRZIMEK 1973). Tatsächlich aber bevorzugen die Tiere die Nähe von Wasser (VISSER 1985, HORN pers. Mittl.). Diese Vermutung wurde von AUFFENBERG et al. (1989) in seiner Studie im Biotop bestätigt. Das Hauptverbreitungsgebiet ist das Marschland und die Reisfelder in der Nähe von Kanälen und Flussufern.
Bei Mageninhaltsuntersuchungen an freilebenden Tieren konnte festgestellt werden, dass Frösche, Kröten, Eier von Amphibien und Schildkröten, Vögel und deren Eier, Insekten und Kleinsäuger als Nahrung bevorzugt wird (AUFFENBERG et al. 1989).


Pflege und Zucht
Für die Pflege empfehle ich ein Terrarium mit möglichst grosser Grundfläche. Ein grösseres Wasserbecken sollte immer Teil der Einrichtung sein. Einige Korkrindenstücke und grobe Äste vervollständigen die Einrichtung.
In der Natur werden Gelegegrössen von 4 bis 30 Eiern berichtet, die im Oktober in unterirdischen Bauen abgelegt werden. Die Gelegegrösse korreliert mit der Grösse des Muttertieres. Die Eier sind etwa 37 mm lang und haben einen Durchmesser von 21 mm. Die Masse beträgt durchschnittlich 10 g (AUFFENBERG et al 1989).
VISSER (1985) berichtet über eine Nachzucht von V. flavescens im Zoo von Rotterdam. Ein Weibchen legte 7 Eier ab, die bei 30°C in feuchtem Torf-Sand-Gemisch inkubiert wurden. Nach 155 Tagen wurde aus dem letzten verbliebenen Ei ein lebendes Jungtier befreit. Leider verstarb das Jungtier schon am nächsten Tag.
   
zurück