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Varanus
dumerilii gehört zur Untergattung Empagusia. MERTENS (1942d) beschrieb für diese Waranart eine eigene Untergattung (Tectovaranus),
wegen der eigenständigen Form des Kopfes. 1997 stellten ZIEGLER & BÖHME V. dumerilii anhand der
Hemipenisstruktur zusammen mit V. bengalensis, V. rudicollis und V. flavescens in die Untergattung Empagusia.
Die Grundfarbe erwachsener Tiere ist ein dunkles Kaffeebraun mit vereinzelten
undeutlichen helleren Querbändern. Auf dem Nacken sind stark vergrösserte
konische Schuppen ausgebildet. 81 - 102 Schuppenreihen sind um die Körpermitte
angeordnet. Das Nasenloch ist schlitzförmig, liegt näher zum Auge
als zur Schnauzenspitze und es kann unter Wasser mit einem Hautlappen verschlossen
werden (KREBS (1979). Der Schwanz ist seitlich stark
zusammen gedrückt und hat auf der Oberseite einen niedrigen Doppelkiel.
Seine Länge ist 1,3 - 1,6 mal so lang wie die KRL. Als Gesamtlänge
wir 130 cm angegeben (RADFORD & PAYNE 1989).
Jungtiere zeigen eine auffallend andere Zeichnung als die adulten Warane.
Die Grundfarbe ist ein Lackschwarz, das auf dem Rücken von mehreren
gelben Querbinden unterbrochen ist. Der Kopf ist leuchtend Orangerot, bei
einzelnen Exemplaren auch Gelb. Diese Jugendzeichnung verschwindet aber
nach kurzer Zeit (4 - 8 Wochen) wieder (HORN &
SCHULZ 1977).
Die Unterart heteropholis, von BOULENGER (1892) aufgestellt, wurde von SPRACKLAND (1993b) wieder
zur Nominatrasse gestellt, da die Unterschiede der Merkmalen zu gering sind
und sich teilweise überschneiden.
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Verbreitung,
Lebensraum und
Lebensweise |

Die
Verbreitung von V. dumerilii erstreckt sich auf Thailand, Myanmar
(ehemaliges Birma) Malaysia, Sumatra, Borneo und kleinere vorgelagerte Inseln.
Sie sind Baumbewohner und sind dort in den Mangrove-Regionen zu finden.
Gelegentlich besiedeln sie auch normale Waldgebiete im Anschluss an den
Mangrove-Gürtel. Wenn die Tiere erschreckt werden, ziehen sie sich
oft in hohle Bäume zurück, aber auch Erdbauten werden als Unterschlupf
genommen (MERTENS 1942d, BRANDENBURG 1983, SPRACKLAND 1993b, BENNETT 1995a). SMITH (1931) berichtet, dass V. dumerilii gelegentlich auch zur Flucht das Wasser aufsucht und sich dort versteckt.
Bei Mageninhaltsuntersuchungen an Museumsexemplaren konnten Krabben, Spinnen,
Skorpione und Käferlarven nachgewiesen werden (BRANDENBURG 1988, LOSOS & GREENE 1988,
ZIEGLER & BÖHME 1996).
KREBS (1979) beobachtete, dass V. dumerilii beim Fang und Verzehr von Krabben eine ganz spezielle Technik anwendet.
Die Warane packen das Futtertier so am Körper, dass die Scheren keinen
Schaden anrichten können. Mit den Vorderfüssen werden dann mit
schnellen, geziehlten Bewegungen die Beine und Scheren abgestreift. Anschliessend
wird der Körper problemlos verschluckt.
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Pflege
und Zucht |
Da
diese Waranart starker an das Leben an und im Wasser angepasst ist, bieten
wir diesen Tieren ein Terrarium mit einem grossen Wasserteil, in dem sie
zumindest untertauchen können. Bei Jungtieren ist es notwendig, dass
die Bodenschicht mindesten 15 – 20 cm hoch ist, damit sie sich darin
vergraben können.
Glücklicherweise sind in den letzten Jahren mehrfach Nachzuchten in
menschlicher Obhut von V. dumerilii beschrieben worden (HAUSCHILD 1998, 2001). Bis zu 25 Eier können pro Gelege abgesetzt werden. Bei
Inkubationstemperaturen zwischen 26,5 und 30°C schlüpfen nach 200
bis 230 Tagen die Jungwarane. Sie haben dabei eine KRL von etwa 80 mm bei
einer GL von etwa 180 mm. Das Körpergewicht beträgt dabei 10 -
20 g (RADFORD & PAYNE 1989,
BENNETT 1995a).
Als Futter bieten wir Jungtieren hauptsächlich Insekten (Grillen, Heimchen,
Schaben, Larven des Schwarzkäfers und Heuschrecken) an. Wenn die Möglichkeit
besteht, kann man auch kleine Krabben anbieten, um das oben beschriebene
Beutefangverhalten beobachten zu können. |